Festgeld und Tagesgeld im Vergleich

Der Finanz- und Kapitalmarkt stellt Kunden eine Vielzahl an Produkten bereit, die in ihrer Form ganz unterschiedlich erfolgversprechend sind. Zwei Anlagevarianten stechen allerdings besonders durch ihre Stabilität und Gewinnmarge hervor. Das Festgeld und das Tagesgeld haben sich auf dem Kapitalmarkt bewährt und finden immer regeren Zuspruch durch interessierte Anleger. Allerdings ist das Festgeld in seiner Eigenschaft nicht mit dem Tagesgeld gleichzusetzen. Beide Kontoarten bieten jeweils eigene Vorteile, allerdings auch Nachteile, die zu kennen, für einen Entscheidungsprozess unerlässlich sind. Grundsätzlich haben beide Anlagevarianten eine Grundfunktion: Ansparen von Guthaben und eine möglichst hohe Verzinsung. Jede Bank und jedes Finanzinstitut bietet dem Anleger mit seinem Produkt ein individuelles Angebot an. Hält sich ein Anleger vor Augen, wie viele Banken und Finanzinstitute auf dem Finanzmarkt tätig sind, wird ihm schnell bewusst, um wie viele Produkte es sich handeln muss, die alle, aufgrund der bankinternen Geschäftsbedingungen, unterschiedliche Rahmenbedingungen aufweisen. Diese ohne verfügbare Vergleichshilfen miteinander sichtbar zu machen, ist nahezu unmöglich. In der Basis lassen sich in der Regel die wichtigsten Faktoren auf ein Minimum reduzieren, die einem Anleger wichtig sein sollten: Laufzeit, Zinsen und Verfügbarkeit. Nimmt ein Anleger diese Kriterien bei einem Vergleich als Indikatoren, kann er schnell die Vielzahl der aufgelisteten Anbieter auf einige wenige begrenzen.

Unterschiede der beiden Anlagemöglichkeiten

Um im Entscheidungsprozess für eine Anlageform über einen Anhaltspunkt zu verfügen, sollte der Anleger im Vorfeld analysieren, für welche Zwecke er die Anlageform benötigt. Ist dem Anleger Flexibilität wichtig, bietet sich das Tagesgeldkonto an. Mit dem Tagesgeldkonto stehen dem Anleger einige positive Aspekte zur Verfügung. So ist die Verfügbarkeit des Geldes täglich gewährleistet. Dies ist insbesondere wichtig, wenn der Anleger Außenstände zu begleichen hat, die keinen Aufschub dulden, er allerdings über die normalen Konten nicht genügend liquide ist. Des Weiteren hat der Anleger die Möglichkeit, bei dem Tagesgeldkonto Zahlungsintervalle anzugeben, an denen fix fällige Rechnungen zu begleichen sind. Paradebeispiel ist die quartalsweise Umsatzsteuer als Vorauszahlung an das Finanzamt. Als Festbetrag wird das Festgeldkonto mit der fälligen Forderung belastet. Zu beachten ist vom Anleger, dass das Tagesgeldkonto immer über die ausreichende Deckung verfügt. Über diese Planung entsprechender Transaktionen entlastet sich der Anleger und kann auf diesem Wege immer zum rechten Zeitpunkt alle fälligen Forderung zeitgerecht begleichen. Nachteil ist beim Tagesgeldkonto die niedrige Verzinsung. Gemessen an der Entlastung, die durch das Tagesgeldkonto möglich ist, sollte der Anleger abwägen, ob der Niedrigzins für ihn akzeptabel ist. Diese Freizügigkeit ist beim Festgeldkonto nicht gegeben. Allerdings kann ein Anleger mit einer proportional hohen Zinsausschüttung rechnen. Diese ist schlussendlich abhängig von der Laufzeit des Kontos. Da, anders wie beim Tagesgeldkonto, das Geld fest angelegt wird, bedeutet dies, dass der Anleger innerhalb der Laufzeit nur unter bestimmten Bedingungen über das Guthaben verfügen kann. Zum Vorteil gereicht allerdings die Tatsache, dass das Guthaben durch die Anlagensicherung der Bank geschützt ist und selbst, wenn die Bank aufgrund einer erneuten Finanzblase in die Insolvenz geraten sollte, der Anleger sein Geld wieder zurück erhält. Die Höhe des Guthabens ist in diesem Falle unerheblich, da über die Sicherung ein Höchstbetrag von 100 000 Euro an den Anleger ausbezahlt wird. Fakt ist aber, dass mit dem Tagesgeldkonto ein Anleger, hält er sich an die Laufzeiten, durch Zins und Zinseszins einen beträchtlichen Betrag auf dem Konto ansparen kann.

Die Entscheidung für die richtige Anlagemöglichkeit

Um entscheiden zu können, welche Anlageform für welchen Anleger die Richtige ist, sollte vorher genau überlegt werden, warum Geld in eine Anlage investiert werden soll und welchen Nutzen der Anleger daraus ziehen möchte. Flexibilität und hohe Gewinne aus möglichen Zinsausschüttungen lassen sich nicht vereinbaren. Vielmehr sollte der Anleger sich vor einer Entscheidungsfindung Gedanken darüber machen, welchen Zweck eine Anlageform für ihn zu erfüllen hat. Der Kapitalmarkt ist ein Terrain mit vielen Tücken und Hindernissen. Schnell können hohe Beträge als Verlust verzeichnet werden, wenn zu blauäugig an die Thematik herangegangen wird. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, ist immer das Pro und Kontra abzuwägen, damit in letzter Konsequenz keine bösen Überraschungen und Verluste entstehen.

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