Leiterstrategie mit Festgeld

Kontinuierliche Zinserträge dank Leiterstrategie

Festgeld hat als Sparform mehrere Vorteile: die Einlagen sind gesetzlich abgesichert, der Zinssatz über die gesamte Laufzeit garantiert und die Rendite wird durch keinerlei Kosten geschmälert wie es etwa bei Fonds der Fall wäre. Doch wie sichert man sich regelmäßige Zinserträge mit Festgeldkonten bzw. wie legt man an, wenn man mit steigenden Zinsen rechnet oder sich über die zukünftige Zinsentwicklung im Unklaren ist?

Hier kommt die so genannte Leiterstrategie – oft auch als Treppenstrategie bezeichnet – zum Einsatz. Deren Funktionsweise zeigt die nachfolgende Grafik auf und wird von uns gleich noch erklärt werden:

Leiterstrategie bzw. Treppensparen bei Festgeld

Wie funktioniert die Leiterstrategie?

Bei der Leiterstrategie wird das Geld des Sparers in gleiche Teilbeträge unterteilt, welche dann mit jeweils verschiedenen Laufzeiten angelegt werden. Idealerweise betragen die Intervalle zwischen den Laufzeiten ein Jahr. Bei 50.000 Euro Anlagesumme würde der Sparer z.B. jeweils 10.000 Euro mit 1, 2, 3, 5 und 5 Jahren Laufzeit anlegen. Für jede der einzelnen Laufzeiten wird das jeweils beste Angebot herausgesucht. Dabei helfen zum Beispiel unser Festgeld-Vergleich oder unser Festgeld-Zinsrechner, mit welchen Sie im Handumdrehen die besten aus mehr als 40 Angeboten finden können:

Festgeld: Mehr Zinsen für ihr Geld

Bei dieser klassischen Form der Geldanlage stellen Anleger einer Bank Geld zur Verfügung und profitieren dafür von konstanten Zinssätzen für einen bestimmten Zeitraum. Festgeldanlagen bieten eine gewisse Planungssicherheit. Finden Sie weitere Informationen und wichtige Konditionen zum Tagesgeld auf unserem Portal.

Nach Ablauf des ersten Jahres kann der Sparer nun entscheiden, über welche Laufzeit er das ausgezahlte Geld erneute anlegen will. Um die Leiterstrategie wie eine Treppe fortzuführen ist es sinnvoll, die längste der zuerst ausgewählten Laufzeiten zu nehmen. In unserem Fall wären das fünf Jahre. Das nach einem Jahr ausgezahlte Geld wird also für fünf Jahre fest angelegt und kommt dann zum Ende des sechsten Jahres zur Auszahlung. Durch diese Methode sichert sich der Sparer Jahr für Jahr die Ausschüttung von Zinsen und die Verfügbarkeit der jeweiligen Einlage.

Flexibel anwenden

Natürlich muss die Leiterstrategie nicht starr angewendet werden. Nach jeder Auszahlung sollte der Sparer anhand der Marktsituation entscheiden, wie er das Geld erneut anlegt. Damit kann er persönliche Bedürfnisse ebenso berücksichtigen wie die allgemeine Marktsituation.

Auch hier gilt: nie mehr als 100.000 Euro bei einer Bank anlegen

Wie schon in unserem Ratgeber zur Anlagestrategie bei Festgeld erläutert gilt auch hier: Sparer sollten maximal 100.000 Euro pro Bank anlegen – auch wenn sie dort mehrere Festgeldkonten mit verschiedenen Laufzeiten führen. Beträge oberhalb von 100.000 Euro müssen dann auf die Angebote der nächstbesten Banken verteilt werden. Das hat den Hintergrund, dass nur im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung ein gesetzlich verankerter Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht. Die freiwilligen Sicherungssysteme der Bankenverbände hingegen sind eine freiwillige Leistung. Kann im Ernstfall der entsprechende Sicherungsfonds die Entschädigung der Anleger mangels Kapital nicht vollständig vornehmen, drohen Sparern Verluste.

Freistellungsauftrag anpassen

Gerade beim Führen mehrerer Festgeldkonten im Rahmen der Leiterstrategie sollten Sparer daran denken, ihren Sparerpauschbetrag mittels mehrerer Freistellungsaufträge auf die verschiedenen Banken zu verteilen – natürlich nur, so selbiger noch nicht ausgeschöpft ist. Dabei werden einfach die zu erwartenden Zinserträge der einzelnen Banken ermittelt und dann bei dem Festgeldkonto mit der kürzesten Laufzeit angefangen.