Einlagensicherung

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Einlagensicherung

Es existieren verschiedene Formen der Einlagensicherung, u.a. die direkte Einlagensicherung und die indirekte Einlagensicherung.

Bei der direkten Einlagensicherung verpflichten sich Geldinstitute bzw. Banken dazu, ihre Einlagen und Verpflichtungen aus den Wertpapiergeschäften durch die Angehörigkeit zu einer Entschädigungseinrichtung zu sichern. Diese Obligation wurde mit dem Anlageentschädigungsgesetz (EAEG) vom 16. Juli 1998 festgesetzt. Ursprünglich war die Entschädigung pro Kunde einmal auf 90% der Ansprüche bzw. 20.000 Euro pro Kunde begrenzt. Nach der Finanzkrise in jüngster Vergangenheit beschloss man zum 31.12.2010 den Betrag im Rahmen des Einlagensicherungsgesetzes auf 100.000 Euro pro Kunde zu erhöhen und dies zeitgleich mit einer Reduzierung der Auszahlungsfrist von maximal 30 Arbeitstagen.

In Deutschland existieren daneben weitere direkte Einlagensicherungseinrichtungen. Dazu zählen u.a.:

a) der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.  (Bankenverband) Dieser schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, d.h. das Guthaben von Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen Stellen und Privatpersonen. Die Guthaben der einzelnen Kunden bei den jeweiligen Geldinstituten sind bis maximal 30% des zulässig haftenden Eigenkapitals der entsprechenden Bank zum Moment des zuletzt veröffentlichten Jahresabschlusses abgesichert.

b) der Einlagensicherungsfond des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Dieser Einlagensicherungsfonds schützt ebenso „Nichtbankeneinlagen“. 1994 wurde dieser freiwillige Einlagensicherungsfonds gegründet und schützte Einlagen, die den gesetzlichen Entschädigungsanspruch von 100.000 Euro nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz übersteigen. Somit sind alle Einlagen bis 100.000 Euro eines Kunden abgesichert, unabhängig der Kontenanzahl bei der jeweiligen Bank, eventuelle Zinsansprüche sind eingeschlossen.

c) der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR). Die Einlagen der genossenschaftlichen Banken, die sich der Sicherungseinrichtung des BVR angeschlossen haben, sind zu 100% geschützt und dies ohne Betragsbegrenzung der Einlagen und der Inhaberschuldverschiebung.

Hinsichtlich einer indirekten Einlagensicherung handelt es sich um einen Präventionsakt der Einlagensicherung durch bspw. die Absichten des Kreditwesengesetzes. Vor allem in Bezug auf Eigenkapital-, Liquiditäts- und Kreditnormen als auch der Geschäftsaufnahme sowie der Sicherungsvorkehrungen des Wirtschaftszweiges.