Auf welche Weise lassen sich Zinsen berechnen?

Unter dem Begriff Zinserträge versteht man all jene Erträge, die sich über die Laufzeit hinweg zusätzlich zum veranlagten Betrag aufrechnen – somit der Gewinn einer Kapitalanlage. Die Erträge entstehen durch die Zinsen, die die Bank oder das Kreditinstitut dafür bezahlt, das es das Kapital der Anleger ausleihen und selbst veranlagen darf. Die Höhe der Zinsen ergibt sich aus den Zinsen, die das Kreditinstitut oder die Bank für die Veranlagung des Kapitals erhält. Dazu gehören Guthabenzinsen von Darlehen oder Forderungen, Dividenden aus der Veranlagung in Wertpapieren, die Gewinne aus Geldmarktgeschäften und vieles mehr. Wie die Banken und Kreditinstitute ihre Zinsen für Festgeld oder Tagesgeld Konten berechnen, beruht somit auf einer relativ komplizierten und umfangreichen Formel, die all diese Faktoren mit einschließen muss. Wie sich die Zinsen bzw. der Zinsertrag für den Privatanleger berechnen, ist dafür umso einfacher. Hier gibt es einige Berechnungsmethoden.

Die Berechnungsmethoden für die Zinsen von Festgeldkonten

Man unterscheidet insgesamt vier unterschiedliche Berechnungsmethoden. Zum einen gibt es die deutsche, kaufmännische Zinsmethode. Hierbei wird jeder Monat einheitlich mit 30 Tagen und das Jahr somit mit insgesamt 360 Tagen berechnet. Die zweite Berechnungsmethode ist die taggenaue Zinsmethode, bei der als Grundlage die tatsächliche Anzahl der Tage pro Monat und Jahr herangezogen wird. Ebenfalls sehr weit verbreitet und gängig ist die sogenannte Eurozinsmethode, auch französische Zinsmethode genannt. Bei dieser Zinsberechnung werden die Monate jeweils taggenau, das Jahr jedoch mit pauschalen 360 Tagen herangezogen. Die vierte und letzte Berechnungsmethode der Zinsen von Festgeldkonten und anderen Anlagemöglichkeiten ist die englische Zinsmethode. Bei der englischen Zinsberechnung wird durchgehend mit pauschalen 365 Tagen pro Jahr gerechnet.
Die Berechnung selbst erfolgt immer mit der Anlagensumme als Basis. Davon ausgehend werden Laufzeit und Zinshöhe in die Berechnung miteinbezogen. Wer sich überlegt, sich entweder für ein Festgeld-, ein Tagesgeldkonto oder eine andere sichere Anlagevariante zu entscheiden, der kann sich so relativ schnell einen Überblick über den Wertzuwachs der jeweiligen Anlageform verschaffen. Selbstverständlich sollten auch noch die Abzüge, wie Steuern und Inflation berücksichtigt werden. Zurzeit werden Zinserträge aus Kapitalanlagen mit einem Satz von 25 Prozent versteuert, wobei allerdings jeder Privatanleger einen Sparer-Pauschbetrag zur Verfügung hat, der steuerfrei bleibt.

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