Der Freibetrag für Kapitalerträge bei Kindern ist höher als der von Erwachsenen

Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass auch Kapitalerträge versteuert werden, zumindest ab einer gewissen Höhe. Der Sparerfreibetrag beträgt für ledige Erwachsene bei 801 Euro pro Jahr, während verheiratete Paare ab einer Höhe von 1.602 auf ihre Kapitalerträge Steuern bezahlen müssen. Für Kinder und Jugendliche gibt es auch einen Sparerfreibetrag, allerdings liegt der weitaus höher als bei Erwachsenen, vorausgesetzt, dass die Kinder über kein eigenes Einkommen verfügen.
Dieser Freibetrag setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen aus dem normalen Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro. Hinzu kommen noch ein Sonderausgabenabzug von 36 Euro und der steuerliche Grundfreibetrag, der sich seit dem 1. Januar 2017 auf eine Höhe von 8.820 Euro beläuft. Somit ergibt sich ein steuerlicher Freibetrag für Kapitalerträge bei Kindern und Jugendliche von 9.657 Euro. (Stand 2017). So können auch Eltern und Großeltern beträchtliche Summen für Kinder oder Enkelkinder anlegen. Ein Festgeldkonto bietet eine solide finanzielle Absicherung für den eigenen Nachweis, inklusive der steuerlichen Vorteile.

Einige Dinge müssen für den Steuerfreibetrag für Kinder beachtet werden

Damit Festgeldkonten von Kinder und Jugendliche nicht steuerlich belastet werden können, sollte bereits im Vorfeld eine so genannte Nichtveranlagungsbescheinigung beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Dies kann in der Regel ganz schnell und einfach geschehen. Bei der Bank kann dann ein Freistellungsauftrag gestellt werden, in dessen Zuge die Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt werden muss. Ist dies geschehen, sorgt die jeweilige Bank oder Sparkasse automatisch dafür, dass bis zu dem genannten Freibetrag keine Steuern an das Finanzamt abgeführt werden müssen.
Sollte die Beantragung der Nichtveranlagungsbescheinigung versäumt worden sein, so kann auch in diesem Fall schnell konkrete Abhilfe geschaffen werden. Allerdings ist das Prozedere etwas umständlicher, da am Ende des betroffenen Jahres noch einmal eine eigene Steuererklärung für das Kind oder den Jugendlichen gemacht werden muss. Nach Prüfung der jeweiligen Sachlage führt dann das Finanzamt die zu viel bezahlten Steuern wieder zurück.
Die Voraussetzung ist allerdings, dass es sich bei dem Kapital tatsächlich um das Vermögen des Kindes oder des Jugendlichen handelt. Eine Schenkung oder eine Übertragung reicht aus und der Freibetrag für Kinder und Jugendliche kann in Anspruch genommen werden.

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