Die Banken haben in Deutschland eine Interessenvertretung

Bundesverband deutscher Banken, so heißt die Interessenvertretung der meisten privaten Banken in der Bundesrepublik Deutschland. Zur Zeit umfasst der Bundesverband rund 210 private Kreditinstitute und kümmert sich um die Vertretung deren Interessen. Zu den Aufgaben des eingetragenen Vereins gehört neben dieser Vertretung unter anderem auch die Förderung der europäischen Integration und die Reduzierung der Staatsverschuldung. Neben national tätigen Geldinstituten sind aber auch international operierende Banken Mitglieder des Bankverbandes.
Unter anderem gehören Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank und UniCredit Bank dazu, aber auch einige kleinere Bankenhäuser, die eher über eine regionale Relevanz verfügen.
Die Mitgliedschaft im Bundesverband deutscher Banken ist wichtig, denn ansonsten greift die gesetzliche Einlagensicherung nicht. Nur Anleger, die in Kapitalanlagen von Banken investieren, die im Bundesverband Mitglied sind, haben ein Recht auf eine Einlagenentschädigung bis zur vollen gesetzlichen Höhe von 100.000 Euro. Andernfalls kann dies bei einer drohenden Insolvenz der betroffenen Bank nur noch über eine eventuelle freiwillige Einlagensicherung geschehen.

Sparkassen sind nicht Mitglieder im Bundesverband deutscher Banken

Im Gegensatz zu den meisten privaten Banken, verzichten Sparkassen auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und somit auch auf die gesetzlich Einlagensicherung. Dies bedeutet aber nicht, dass Anleger, die ihr Geld in Festgeld, Tagesgeld oder dergleichen bei einer Sparkasse anlegen, nicht ausreichend gesichert werden. Sparkassen gehören zur Sparkassen-Finanzgruppe und gewähren ihren Kunden eine so genannte freiwillige Einlagensicherung, dafür aber in unbegrenzter Höhe. Die ansonsten üblichen 100.000 Euro, die von Gesetzes wegen zugestanden werden, sind dabei außer Acht zu lassen und die getätigten Einlagen können diese Summen ohne Konsequenzen überschreiten. Die Sicherheit für das eigene Kapital ist dennoch gegeben.
Banken, die keine Mitglieder im Bundesverband deutscher Banken sind, haben also nicht zwangsläufig einen schlechteren Stand, gesetzt den Fall, dass die freiwillige Einlagensicherung gewährleistet wird. Banken müssen ihre Kunden darüber informieren, ob sie Mitglied im Bundesverband deutscher Banken sind oder ob sie über eine adäquate Sicherung verfügen. Ist eine freiwillige Sicherung in unbegrenzter Höhe gewährleistet, kann das Kapital ohne Bedenken in eines der vielen Konten angelegt werden, sofern es sich nicht um Wertpapiere oder Fonds handelt. Dann greift definitiv gar keine Form der Einlagensicherung mehr.

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