Festgeldkonto als Steuerrücklage

Prinzipiell kann neben anderen Anlageformen, wie ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto, auch ein Festgeldkonto für den Zweck angelegt werden, um am Jahresende flüssiges Kapital für eventuell zu zahlende Steuern parat und flüssig zu haben. Dafür ist ein Festgeldkonto eine absolut sichere Anlageform, die nebenbei im Vergleich zu den vorher genannten auch die höchsten Zinsen abwirft. Für diese Konten gilt die ganze Laufzeit über ein fixer Zinssatz, der durch die Bank nicht geändert werden kann. Zudem gilt, je länger die Laufzeit, desto höher ist auch der Zinssatz. Diesem Vorteil steht aber der Nachteil gegenüber, dass auf das Kapital während der Laufzeit nicht zugegriffen werden kann. Eine vorzeitige Auflösung ist nur mit Zustimmung des Geldinstitutes möglich. Und wenn überhaupt, dann nur mit erheblichen Nachteilen für den Anleger. Viele Banken verlangen bei einer vorzeitigen Kündigung auch eine Strafgebühr, deren Höhe die Überlegung einer Auflösung des Kontos wieder verfallen lässt. Daher sollte wirklich nur frei verfügbares Kapital mit einer möglichst langen Laufzeit auf einem Festgeldkonto angelegt werden.

Rücklagen als finanzielle Absicherung

Die Bildung von Rücklagen als finanzielle Reserve oder zur Abdeckung des zu erwartenden Steuerbescheides ist besonders für selbständige Unternehmer und für Freiberufler besonders wichtig, da sie den Bestimmungen der Einkommensteuer unterliegen und somit steuerpflichtig sind. Zusätzlich sind diese Rücklagen für Aktiengesellschaften und Gesellschaften mbH gesetzlich erforderlich, nicht aber für eine GbR, OHG oder KG. Wie auch immer ist auch hier das alte Sprichwort, „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“ überaus passend, wenn der Bescheid ins Haus flattert. Gerade zu Beginn der Selbständigkeit ist darauf zu achten, dass entsprechende Rücklagen angespart werden. Zwar ist in den ersten Jahren der Selbständigkeit die Steuer erst mit Jahresende fällig, die aber in den folgenden Jahren quartalsweise zu bezahlen ist. In diesem Fall ist ein Festgeldkonto nicht wirklich empfehlenswert, da weder das Guthaben noch die Zinsen quartalsweise vom Konto behoben werden können. Wohingegen bei einer jährlichen Zahlung der Einkommensteuer das Festgeldkonto auf eine Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen werden kann. Welche Variante nun besser ist, obliegt der persönlichen Entscheidung des Anlegers und kann mit Hilfe eines Online-Rechners am besten beurteilt werden.

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