Kann ich ein Festgeldkonto auch für meine Mietkaution einsetzen?

Grundsätzlich ist eine Mietkaution ein Geldbetrag, der vom Mieter an den Vermieter bei Abschluss des Mietvertrages zu überlassen ist. Diese finanzielle Sicherstellung ist als eine Art Absicherung für den Wohnungsvermieter zu sehen, um allfällige nicht bezahlte Mieten, eine Wertminderung von Einrichtungsgegenständen oder Reparaturen nach Auflauf des Mietvertrages abdecken zu können. Des Weiteren kann dieser Geldbetrag auch für den Ausgleich von etwaigen Prozesskosten, die aus dem Mietverhältnis entstehen können, und für Schadensersatzansprüche bzw. für Nachforderungen aus dem Mietverhältnis verwendet werden. Das kann besonders bei einer im Nachhinein durchgeführten Heizkostenabrechnung der Fall sein, wenn der Mieter schon längst ausgezogen ist. Allerdings besteht durch den Mieter keine Pflicht, eine Mietkaution zu hinterlegen. In der Realität gibt es aber kaum ein Beispiel dafür, dass bei einer Miete keine Kaution festgelegt wird. Diese darf aber auf keinen Fall das Dreifache des Preises für eine unbeheizte Wohnung übersteigen. Diese Art der Sicherstellung muss auch nicht im Ganzen bezahlt werden, sondern kann vom Mieter auch mit drei Raten, z. B. als anteiliger Aufschlag zur laufenden Miete oder als eigene Ratenzahlung beglichen werden.

Mögliche Anlageformen für eine Mietkaution

Bis zum Jahr 2001 konnte die Mietkaution nur auf ein Sparbuch gegeben werden, das mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgestattet war. Dementsprechend nieder waren natürlich auch die Zinsen. Heute ist es aber möglich, dass auch andere Anlageformen verwendet werden können, wobei aber beide Vertragsseiten ihre Zustimmung geben müssen. Dabei ist eine Übergabe der Kaution in bar, in Form einer Bürgschaft, durch eine Sicherheitsabtretung oder auch durch ein Festgeldkonto möglich. Auf alle Fälle muss es sich dabei aber um eine 100 % sichere und risikofreie Anlageform handeln. Und diese Sicherheit ist bei einem Festgeldkonto allemal gegeben. Der Vorteil bei einer Sicherstellung mit Festgeld liegt darin, dass dadurch wesentlich mehr Zinsen erwirtschaftet werden, als eben bei einem normalen Sparbuch. Das Entscheidende dabei ist aber, dass die Zinsen nicht dem Vermieter, sondern dem Mieter, der die Kaution bezahlt hat, zustehen. Allerdings kann der Vermieter mit der Rückzahlung der erlegten Kaution samt Zinsen bis zu sechs Monate zuwarten, um damit eventuell entstandene Nachzahlungen tätigen zu können.

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