Kann man Sparguthaben steuerfrei übertragen und die Erbschaftssteuer umgehen?

Wenn es ums Erbe geht, möchten die Erben nach Möglichkeit Steuern sparen können. Erbschaftssteuer ist zwar üblich, aber eine recht unbeliebte Sache: Nicht selten verschwindet ein großer Teil der Erbschaft an die Steuer. Das kann insbesondere dann sehr ärgerlich sein, wenn es durchaus Möglichkeiten gegeben hätte, die Erbschaftssteuer zu umgehen – natürlich legal. Wenn diese Möglichkeiten nicht ausgelotet und genutzt werden, wird bares Geld verschenkt. Das möchte ein Erbe selbstverständlich vermeiden.
Es stellt sich nun in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Möglichkeit besteht, das Sparguthaben noch zu Lebzeiten steuerfrei zu übertragen, so dass im Todesfall keine Erbschaftssteuer anfallen kann. Das klingt ganz einfach: Die Spareinlagen werden einfach noch zu Lebzeiten an die Nachkommen verschenkt. Dann gehört das Geld den Erben schon vor dem Todesfall – und ist damit ja kein Erbe im eigentlichen Sinn. Aber was gern vergessen wird: Bei einem solchen Schachzug kann Schenkungssteuer anfallen. Hier gibt es zwar gewisse Freibeträge, die je nach Grad der Verwandtschaft gestaffelt sind, aber wenn ein solcher Freibetrag überschritten, greift auch bei einer Schenkung der Fiskus zu.

Schenkung ohne Steuer: Übertragung in GmbH oder KG

Trotzdem lässt das Steuerrecht ein Hintertürchen offen, mit dessen Hilfe es möglich ist, durch eine Übertragung der Spareinlagen die Erbschaftssteuer zu umgehen. Es fallen nämlich keine Steuern an, wenn der Geldbetrag noch zu Lebzeiten in eine GmbH oder in eine KG eingebracht wird. Auf diese Weise kann sich der Sparer die Vergünstigungen für betriebliches Vermögen sichern. Hier sind die Freibeträge durchaus beachtlich: Es gibt nicht gerade geringe steuerliche Freibeträge, die helfen, Steuern zu sparen. Voraussetzung für eine solche steuerfreie Übertragung des Erbes in eine GmbH oder KG ist allerdings, dass der größere Anteil des Erbes als Bargeld, Spareinlagen oder auch Festgeldkonten vorliegt. Sollte mehr als die Hälfte aus Wertpapieren bestehen, greift diese Regelung leider nicht. Auch ist der Zeitpunkt der Schenkung von großer Wichtigkeit. Es gilt für den Beschenkten, genaue Fristen und Termine einzuhalten, damit später nicht doch noch Steuern anfallen können. So dürfen die Firmenanteile für sieben Jahre nicht verkauft werden, wenn die Steuervorteile genutzt werden sollen. Die gesamte Regelung will der Gesetzgeber allerdings 2013 überarbeiten.

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  1. Schnickschnack fragte am #

    Kann Steuer umgangen werden wenn der Erblasser ein Konto auf seinem Namen einrichtet und dem Erben die Vollmacht für das Konnto hinterlässt ?

    1

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