Verschiedene Dinge müssen bei einer Schenkung an Kinder unbedingt beachtet werden

Um dem Vorwurf des Gestaltungsmissbrauchs zu entgehen, müssen Eltern bereits im Vorfeld einer Schenkung an ihren eigenen Nachwuchs ein paar Dinge beachten. Ansonsten kann davon ausgegangen werden, dass beispielsweise ein Festgeldkonto für das eigene Kind nur eröffnet worden ist, um in den Genuss des höheren Freibetrags zu kommen. Diese Sachlage würde dann den Tatbestand des Gestaltungsmissbrauchs erfüllen.
Bevor das Geld auf ein Konto transferiert wird, sollten die Eltern einen so genannten Schenkungsvertrag aufsetzen, der in schriftlicher Form die Schenkung festhält. Dieser Vertrag kann auch bei eventuellen Fragen des Finanzamtes vorgelegt werden, was eventuelle Unannehmlichkeiten vermeiden kann. So ein Schenkungsvertrag ist nicht sonderlich kompliziert, aber es ist sicherer und auch einfacher, ihn durch einen Anwalt oder Notar aufsetzen zu lassen, besonders, wenn es sich beispielsweise um sehr große Schenkungen handeln sollte.

Eine Schenkung an die eigenen Kinder kann nur unter bestimmten Bedingungen rückgängig gemacht werden

Vor dem Gesetz gelten Schenkungen als echte Schenkungen, dass heißt, dass es prinzipiell nahezu unmöglich ist, sich das geschenkte Geld nach ein paar Jahren wieder zurück zu holen. Selbst wenn im Schenkungsvertrag verschiedene Klauseln enthalten sind, die das Widerrufsrecht der Eltern bestätigen, hat das keinerlei rechtlichen Bestand. Eltern, die ihre Schenkungen zurück verlangen, müssen nachweisen, dass sie entweder dringend auf das Geld angewiesen sind, weil sie ansonsten beispielsweise in einen absoluten finanziellen Notstand geraten, oder aber weil sie das Kind bedroht oder sogar angegriffen hat. Liegen diese Fälle nicht vor, verbleibt das geschenkte Geld im Eigentum des Kindes.
Sind alle diese Voraussetzungen erfüllt, so können Kinder und Jugendliche durch die Schenkung auch in den Genuss des erhöhten Sparerfreibetrags kommen und müssen bis zu einer gewissen Höhe keine Steuern von diesen Kapitalerträgen an das Finanzamt abführen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kinder über kein eigenes Einkommen verfügen. Andernfalls greift nur der normale Sparerfreibetrag.
Wichtig ist auch, dass die Schenkungen eine gewisse Höhe nicht überschreiten dürfen, wenn Eltern der Schenkungssteuer entgehen wollen. Bis zu 400.000 Euro können Eltern ihren Kindern im Verlauf von zehn Jahren schenken, ohne dass die sonst fällige Erbschafts- oder Schenkungssteuer gezahlt werden müsste.

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