Wie berechnet man Zins und Zinseszins?

Die Zinsen sind das Wichtigste bei einer Geldanlage und das, wofür man überhaupt Geld anlegt und nicht zuhause hortet. Über die Zinsen werden Festgeldkonten und andere Anlagemöglichkeiten bewertet. Sie sind zwar nicht die einzige Grundlage für Vergleiche, sagen jedoch sehr viel über die Gewinnmöglichkeiten einer Anlagevariante aus. Nur die Wenigsten wissen jedoch, wie man die Zinsen berechnet und wie dieser Wertzuwachs entsteht. Im Grunde unterscheidet man zwischen der Gesamtverzinsung und dem gesamten Wertzuwachs. In der Gesamtverzinsung werden der Zins und der Zinseszins zusammengefasst. Daraus abgeleitet, entstehen der Zinseffekt sowie der Zinseszinseffekt. Diese wiederum bilden den gesamten Wertzuwachs einer Kapitalanlage. Wie jedoch werden diese Faktoren berechnet?

So berechnen die Banken den Wertzuwachs einer Kapitalanlage

Die Zinsen selbst lassen sich wohl am einfachsten berechnen. Die Formel dazu, Anfangsbetrag multipliziert mit eins und dem Zinssatz, dividiert durch 100 mal die Anlagedauer in Jahre entspricht dem Endbetrag, wird bereits in der Grundschule gelehrt. Wer also beispielsweise 10.000 Euro für eine Laufzeit von zehn Jahren anlegt und das bei einem Zinssatz von 4,5 Prozent p.a. Kann sich am Ende der Laufzeit über einen Wertzuwachs von 4.500 Euro freuen. Im Vergleich zu den Tagesgeldkonten sei erwähnt, dass bei diesen auch die Zinsen mit verzinst werden, was bei Festgeldkonten nicht der Fall ist. Bei einem Tagesgeldkonto kommt es somit zu einem sogenannten Zinseszinseffekt, der gesamte Wertzuwachs ist höher, als bei einem Festgeldkonto. Bei der Berechnung des Zinseszinses kommt es darauf an, ob die Zinsausschüttung einmal im Jahr oder mehrmals unterjährig erfolgt. Während es kaum einen Unterschied macht, ob die Zinsen monatlich oder quartalsweise ausbezahlt werden, ist der Ertrag bei einer jährlichen Zinsausschüttung im Vergleich zu einer quartalsweisen Ausschüttung umso größer. Als Privatanleger sollte man bei Tagesgeldanlagen daher auf jeden Fall eine unterjährige Zinsausschüttung bevorzugen. Handelt es sich um eine unterjährige Anlagedauer, werden die Zinsen meist am Ende der Laufzeit ausgeschüttet. Bei einer monatlichen Ausschüttung profitiert man natürlich auch hier vom Zinseszinseffekt. Die Entscheidung, ob man sich für ein Festgeld- oder für ein Tagesgeldkonto entscheidet, hängt in erster Linie von der Anlagedauer ab. Da beim Festgeldkonto keine Zinseszinsen sondern lediglich der ursprüngliche Anlagebetrag verzinst wird, was bei einem Tagesgeldkonto nicht der Fall ist, können auch die Zinsen dieser beiden Anlageformen nicht wirklich miteinander verglichen werden.

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