Die Anlage KAP bei der Steuererklärung

Die Anlage KAP beschäftigt sich mit der Abgeltungssteuer, die bei Anlagemöglichkeiten vorkommen, bei denen auf die Zinsen ein bestimmter Steuersatz gezahlt werden muss.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass auch bei der KAP Sparerfreibeträge vorhanden sind. Alleinstehende können den Freibetrag in Höhe von 801 Euro und Verheiratete in Höhe von 1602 Euro für sich geltend machen. Die KAP ist eine Anlage der Einkommenssteuererklärung und unterliegt ebenso Fristen, wie alle anderen Steuererklärungen auch. Diese Abgeltungssteuer ist ohne Aufforderung dem Finanzamt zu übermitteln. Welche einzelnen Schritte für das Ausfüllen der KAP erforderlich sind, wird wie folgt aufgezeigt:
Der erste Schritt, um die Abgeltungssteuer ohne Probleme anfertigen zu können, ist eine gründliche und intensive Vorarbeit. Banken überlassen ihren Kunden kostenfrei eine Steuerbescheinigung. Aus der geht hervor, wie hoch die Kapitalerträge im laufenden Jahr waren und steuerlichen Abzüge. Der Anleger wird bei der Bank wegen der Steuerbescheinigung anfragen müssen, da die Erteilung der Bescheinigung nicht automatisch erfolgt. Die Steuerbescheinigung ist dem Finanzamt als originales Formular zu überlassen, da Kopien nicht anerkannt werden und eine Rückerstattung der überzahlten Steuerbeträge nicht erfolgt.

Welche Angaben in der KAP zu beachten sind

Menschen über dem 64. Lebensjahr haben in der KAP die Möglichkeit, einen Altersentlastungsbetrag anzugeben. Voraussetzung ist allerdings, dass das 64. Lebensjahr seit 2009 bereits überschritten war. Diese Angaben wirken sich positiv auf den Freibetrag aus. Dies ist eine zusätzliche Abzugsmöglichkeit, die allerdings in den Steuerbescheinigungen der Banken nicht aufgeführt werden. Der Anleger hat die Möglichkeit, das Finanzamt zu beauftragen, in der Bearbeitung der KAP die Günstigerprüfung anzuwenden. Damit über die Steuererklärung das Finanzamt aktiv wird, muss die Spalte 4 ausgefüllt werden. Ebenso kann das Finanzamt über die Spalte 5 eine Prüfung des Steuerabzugs vornehmen, der durch die Banken veranlasst wurde. Des Weiteren wird vom Anleger die Spalte 6 ausgefüllt, wenn die Kirchensteuer zum tragen kommt. Die Angaben beziehen sich auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, sowie Erlöse aus Aktiengeschäften. Über die KAP haben Anleger die Möglichkeit, über die Ersatzbemessungsgrundlage zu hohe Steuerabzüge, die von den Banken für Wertpapiere vorgenommen wurden, dessen Anschaffungspreis allerdings nicht mehr bekannt war, erstattet zu bekommen, wenn der Anschaffungspreis nachgewiesen werden kann.

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