Das Kontrollverfahren für den Freistellungsantrag

Jeder, der sich schon einmal mit einer Anlagemöglichkeit beschäftigt hat weiß, dass für diese eine Abgeltungssteuer bezahlt werden muss. Diese Abgabe muss dabei auf die Renditen gezahlt werden, die durch die Zinsen erwirtschaftet werden konnten. Wer diese Kosten nicht tragen möchte, der kann sein Kapital auch auf mehrere Banken verteilen, um unter dem Freibetrag von 801 Euro zu bleiben, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen. Damit dieser Freibetrag aber auch genutzt werden kann, muss ein Freistellungsantrag bei der Bank eingereicht werden. Dieser ist dabei immer kostenlos und kann jederzeit, wenn nötig, geändert werden. Eingereicht werden kann der Freistellungsantrag sowohl über das Internet, als auch auf dem Postweg. Um sicher zu gehen, dass der Freistellungsantrag bei der Bank vorliegt, sollte die Bank direkt aufgesucht werden. Die Banken haben die erforderlichen Anträge verfügbar. Vorteil bei dem Direktbesuch ist eine gleichzeitig aufklärende Beratung.

Der Ablauf des Kontrollverfahrens

Damit der Freibetrag von 801 Euro nicht überschritten wird, gibt es mehrere Kontrollverfahren, die genutzt werden, um den Freistellungsbetrag von den Kunden ermitteln zu können. Hierzu gehört vor allem zuerst einmal, dass jede Bank, einmal im Jahr, die ganzen Freistellungsbeträge ihrer Kunden an das Finanzamt übermitteln muss. Diese Übermittlung findet online statt, sodass die Daten schnell ausgetauscht werden können. Die Informationen werden vom Finanzamt geprüft, sodass bei jedem Anleger ermittelt werden kann, wo dieser sein Kapital angelegt hat und wie hoch bei ihm der Freibetrag ausfällt. Um die Geldanlagen besser den Anlegern zuordnen zu können, muss jeder Kunde eine ID nutzen, um die Anlagen öffnen zu können. Da jeder Anleger nur eine solche ID hat, können dann alle Konten, die mit dieser Identifizierung eröffnet wurden, schnell zugeordnet werden. Somit ist es für das Finanzamt noch leichter, Abweichungen in den Freistellungsaufträgen herauszufinden. Bei dem Kontrollverfahren arbeitet das Bundeszentralamt für Steuern mit den zuständigen Finanzämtern zusammen. Sollten Freistellungsaufträge überschritten worden sein, leitet das Bundeszentralamt diese Information an die Finanzämter weiter, die in Folge dessen die betroffenen Anleger zur Abgabe der Anlage KAP auffordern.

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