Wie funktioniert der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe?

Der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe trägt entscheidend dazu bei, dass die Spareinlagen bei der Sparkassen-Finanzgruppe sicher sind. Natürlich gibt es auch eine gesetzliche Einlagensicherung: Diese sichert alle Sparguthaben bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Kunden ab, d.h. diese muss Summe wieder an den Sparer ausgezahlt werden. Der Haftungsverbund geht noch einen wichtigen Schritt weiter, indem er garantiert, dass eine wesentlich höhere Spareinlage abgesichert wird – nämlich eine unbegrenzte Summe. Egal, wie hoch die Spareinlage ist – die Sparkassen-Finanzgruppe hat über ihren Haftungsverbund die Möglichkeit, jede Summe abzusichern und die Auszahlung der Spareinlage zu garantieren.
Dies funktioniert im Grunde genommen über das Solidaritätsprinzip: Es haben sich die 423 Sparkassen, 8 Landesbankkonzerne und 10 Landesbausparkassen zu einer Gemeinschaft zusammengefunden, die im Notfall füreinander einstehen und füreinander haften würden. Gestützt wird dieses Sicherungssystem wiederum von insgesamt 13 Sicherungseinrichtungen, die den satzungsrechtlichen Haftungsverbund bilden (Stand 2012.) Diese Einrichtungen sind die elf regionalen Sparkassenstützungsfonds, die Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen und der Sicherungsfonds der Landesbausparkassen. Durch dieses engmaschige Netz gelingt es, sich für den Notfall zu rüsten und dafür zu sorgen, dass kein Mitglied des Haftungsverbundes im schlimmsten Fall zahlungsunfähig wird. Dies hat unmittelbare Vorteile für den Sparer, denn er kann sicher sein, dass sein Geld nicht verloren gehen kann. Bisher ist es noch nie vorgekommen, dass ein Geldanleger eines Mitgliedsinstituts sein Sparguthaben verloren hat, dass ein Sparer für Verluste entschädigt werden musste oder ein Mitgliedsinstitut in Liquiditätsprobleme geraten ist.

Verteilung auf viele Mitglieder macht die Sicherung möglich.

Diese Sicherheit beruht auf der Solidarität zwischen den verschiedenen Kreditinstituten, die den Haftungsverbund bilden. Rein praktisch funktioniert dies durch die Übernahme von Bürgschaften und Garantien sowie durch das Auszahlen von Eigenmitteln. Da diese Verpflichtungen jedoch auf viele Mitglieder verteilt sind und zudem durch mehrere Sicherheitseinrichtungen gestützt werden, kann der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe das Garantieren der Spareinlagen überhaupt erst leisten. So trifft ein Engpass in der Liquidität nicht ein einzelnes Kreditinstitut, das dabei leicht in den Konkurs geraten könnte. Vielmehr wird der Engpass der Liquidität auf viele Schultern verteilt, die jede für sich mit verhältnismäßig geringem Einsatz dazu beiträgt, den Engpass zu beheben.

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