Wie funktioniert die Einlagensicherung bei Volksbanken und Raiffeisenbanken?

Alle Genossenschaftsbanken, wie etwa auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken, haben ein eigenes Sicherungssystem, das die Spareinlagen der Kunden vor Liquiditätsengpässen und (im schlimmsten Fall) vor Insolvenz des Kreditinstituts schützt. Damit soll gewährleistet werden, dass die Spareinlagen des einzelnen Geldanlegers selbst auch dann ausgezahlt werden können, wenn das betreffende Kreditinstitut im schlimmsten Fall zahlungsunfähig ist. Das Sicherungssystem der Volksbanken und Raiffeisenbanken nimmt dabei eine Vorreiterposition ein, denn es ist das älteste seiner Art in Deutschland: Bereits 1930 gründeten die Banken das Sicherungssystem, das seitdem durch den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verwaltet wird. Dahinter steckt im Grunde genommen ein Solidarsystem.

Ein Sicherungssystem zum Wohl der Kunden

Es werden dabei von den Mitgliedsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken mehrere unterschiedliche Garantiefonds gebildet. Diese Garantiefonds werden also vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gespeist – jede Bank steuert einen geringen Prozentanteil der Spareinlagen bei und bildet so die Garantiefonds. Diese dienen dazu, dass einer der Garantiefonds einem Kreditinstitut unter die Arme greifen kann, wenn es in Probleme der Liquidität geraten ist. Wenn ein einzelner Garantiefond nicht ausreichen sollte, kann auch der komplette Garantieverbund einspringen. Eins ist dabei garantiert sicher: Das Sparguthaben der Kunden, denn letzten Endes sichern die Garantiefonds vor allem, dass die Sparguthaben ausgezahlt werden können. Dabei geht die Sicherung über die gesetzliche Einlagensicherung entscheidend hinaus. Sollte eine Bank in Zahlungsschwierigkeiten geraten, greift zunächst zwar die gesetzliche Einlagensicherung (bis zur gesetzlich festgeschriebenen Höhe von 100.000 € pro Kunde), wenn darüber hinaus noch Kapital benötigt werden sollte, tritt die Einlagensicherung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in Kraft und sichert die kompletten Spareinlagen in unbegrenzter Höhe sowie darüber hinaus auch Inhaberschuldverschreibungen der einzelnen Kreditinstitute. Damit sind selbst im schlimmsten Fall einer Insolvenz die Spareinlagen der Kunden zu vollständig gesichert.
Über die Einlagensicherung hinaus bietet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zudem Beratung und Unterstützung einer Mitgliedsbank, die in Zahlungsnot geraten ist, bei einer Sanierung, damit die Geschäfte möglichst bald wieder reibungslos weitergehen können. Profitieren wird davon letzten Endes der einzelne Kunde.

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