Die gesetzliche Einlagensicherung gilt in Deutschland bis zu einer gewissen Höchstsumme

Seit August 1998 gibt es in Deutschland die gesetzliche Einlagensicherung, die im Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz verankert ist. Die Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung hat sich in den letzten Jahren mehrmals verändert und sichert mittlerweile angelegtes Kapital in Höhe von 100.000 Euro. Im Falle einer Insolvenz der Bank bekäme also der Anleger seine Einlage in Höhe von dieser Summe ausbezahlt oder einer niedrigeren Summe, je nach Einlage. Sollte die gemachte Einlage allerdings diese Summe überschreiten, so wäre der Überschuss verloren und der Anleger hätte mit einem herben Verlust zu rechnen, wenn nicht seine Bank noch eine freiwillige Einlagensicherung zugesichert hat.
Im Falle des Falles muss allerdings der betroffene Anlage seine Entschädigungsforderung in schriftlicher Form bei der Entschädigungseinrichtung in Berlin einreichen. Andernfalls kann er seinen Anspruch nicht geltend machen. Außerdem greift die gesetzliche Einlagensicherung nur, wenn es abzusehen ist, dass die Bank auch in absehbarer Zukunft keine erwirtschafteten Erträge an die Anleger mehr ausbezahlen kann.

Etliche Banken bieten zusätzlich eine freiwillige Einlagensicherung in unbegrenzter Höhe

Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, immer ausreichend Kapital zu haben, um die Anleger und deren Ansprüche bedienen zu können. Dazu wurde eine so genannte Stabilitätsverordnung im Gesetz verankert, damit auch Banken eine gewisse Verpflichtung gegenüber dem Gesetz haben. Besonders ist die spezielle Haftung innerhalb einer Bankgruppe. Sollte es also vorkommen, dass ein Kreditinstitut innerhalb einer Gruppe in Zahlungsschwierigkeiten geraten sollte, so springt ein anderes Institut ein und sorgt dafür, dass die Verpflichtungen abgegolten werden können, ohne ins Stocken zu geraten.
Nahezu alle Geldanlagen sind von der gesetzlichen Einlagensicherung betroffen, wozu auch Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher und Sparbriefe zählen. Nicht betroffen von der Regelung der gesetzlichen Einlagensicherung sind Wertpapiere oder besondere Fonds. Für diese Arten der Kapitalanlage kann also keine Einlagenentschädigung verlangt werden.
Nicht alle Banken gehören dem so genannten Einlagensicherungsfonds an, denn es gibt auch private Banken, die von dieser Regelung ausgeschlossen sind. Diese Banken müssen allerdings ihre Kunden bereits im Vorfeld darüber informieren, dass sie nicht einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Nur so kann ein ausreichender Schutz für die Einlagen von Anlegern auch in Krisenzeiten gegeben sein.

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