Die steuerliche Behandlung von Festgeldzinsen

Die Festgeldkonten gehören zu den renditesichersten Anlageformen, auf die man zugreifen kann. Für welche Form sich ein Anleger entscheidet, ist immer davon abhängig, wie flexibel die Anlageform für ihn sein muss. Unterschiede gibt es bei den beiden Anlageformen mitunter auch in der Zinsausschüttung. Anleger, die klug agieren, können durch eine strategische Wahl der Zinsintervalle hohe Renditen erzielen. Was Anlegern allerdings bewusst sein sollte, ist die Besteuerung der vereinnahmten Zinsen über die Abgeltungssteuer. Der Anleger hat im steuerlichen Rahmen die Möglichkeit, beim kontoführenden Unternehmen einen Freistellungsantrag zu stellen, der Freibeträge in Höhe von 801 Euro als alleinstehende Personen und 1.602 Euro als verheiratete Personen sichert. Jeder Anleger, der über Festgeld Summen anspart und auf diese Beträge Zinsen erwirtschaftet ist verpflichtet, über die Einkommenssteuer die Anlage KAP die Erträge anzumelden und dies unaufgefordert. Die Anmeldung der Abgeltungssteuer unterliegt Fristen, die vom Anleger nicht überschritten werden dürfen. Sollte der Anleger die KAP nicht an das Finanzamt übermitteln, wird die zuständige Behörde spätestens in dem Fall vom Bundeszentralamt für Steuern informiert, wenn die Freistellungsobergrenze überschritten wurde.

Die Behandlung der Steuern bei dem Festgeld

Der Anleger muss über die KAP seine erwirtschafteten Einkünfte darlegen. Der Zinsabschlag direkt wird von den Banken an die zuständigen Finanzämter abgeleitet. Da dieser Zinsabschlag lediglich eine Vorsteuer ist, kann der Anleger über die KAP unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuererstattung erwirken. Grundsätzlich ist aus Kapitalerträgen eine Zinsabschlagssteuer zu erheben. Zuzüglich zu der Zinsabschlagssteuer werden noch Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer auf die Zinserträge berechnet. Der Solidaritätszuschlag beträgt aktuell 5,5 % auf die Gesamtsumme der Zinserträge. Um die detaillierten Daten des Zinsabschlages zu erhalten, muss der Anleger bei seiner Bank eine Steuerbescheinigung beantragen. Diese wird dem Kunden innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung gestellt. Empfehlenswert ist allerdings, dass der Anleger sich die Bescheinigung kopiert. Das Original wird an das Finanzamt weitergeleitet, da dieses nur die Originalbelege zur Bearbeitung der KAP akzeptiert. Im Falle, dass die Freistellungsobergrenze im groben Maße überschritten wurde, wird der Anleger vom Finanzamt aufgefordert, alle kontorelevanten Unterlagen preis zu geben, damit eine genaue Prüfung stattfinden kann.

Das richtige Konto finden...
Jetzt vergleichen!

Festgeld vergleichenTagesgeld vergleichen


« Zurück zur Ratgeber-Festgeld-Übersicht


Eine Frage stellen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *